Gaumenfreuden aus dem Wald

Wenn der Sommer zu Ende geht, beginnt die beste Zeit, um im Wald Pilze zu sammeln. Die Saison hat bereits begonnen und die passionierten Pilzsammlerinnen und -sammler sind in den heimischen W√§ldern auf der Suche nach wertvollen St√ľcken.

(Bild: pixabay) Pilze sammeln ‚Äď ein besonderes Herbstvergn√ľgen

Jetzt spriessen sie wieder aus dem Boden ‚Äď die Pilze im Wald. Oft sind diese Kleinode der Natur, die in ihrer Formen- und Farbenvielfalt faszinieren, gut versteckt unter Laub, d√ľrren Bl√§ttern, im Moos oder in Baumstr√ľnken und unter Baumrinden. F√ľr Pilz-Sammler beginnt damit eine spannende Abenteurer-Suche in den heimischen W√§ldern. In Mitteleuropa dauert die Hauptsaison f√ľr Pilze vom Sp√§tsommer bis Herbst. Das Wetter hat auf das Erscheinen der Pilze einen grossen Einfluss, sodass auch im Herbst noch Pilze wachsen k√∂nnen, die normalerweise bereits im Fr√ľhjahr vorkommen. Ideal f√ľr Pilze ist ein feuchtes, warmes Klima: Wenn es also nach einigen Regentagen wieder warm ist, lassen sich besonders viele, verschiedene Pilze finden.

Obwohl Pilze das ganze Jahr hindurch wachsen, findet man im Sp√§tsommer und Herbst meist die gr√∂ssten Mengen. Vor allem, wenn es geregnet hat und der Boden noch feuchtwarm ist, f√ľhlen sich Pilze besonders wohl und spriessen vermehrt empor. An den richtigen Pl√§tzen kann man in Schweizer W√§ldern viele feine Speisepilze entdecken und daraus feine Herbstgerichte zaubern: Damit Pilze ein kulinarischer Leckerbissen werden, ist die richtige Zubereitung von entscheidender Bedeutung. Die zuvor ges√§uberten, gewaschenen und geschnittenen Pilze werden mit Zwiebeln und Knoblauch sowie Kr√§utern angebraten. In Weisswein und Bouillon w√§hrend 30 Minuten gegart und kurz vor dem Ende mit Rahm verfeinert. Zuvor ist es allerdings ratsam, die gesammelten Pilze bei der √∂ffentlichen Kontrollstelle auf ihre Geniessbarkeit pr√ľfen zu lassen.

Beliebte Speisepilze wie Totentrompete, Steinpilze und Morcheln wachsen vor allem in Laubw√§ldern und m√∂gen es gesellig¬†‚Äď deshalb sollte man nach gr√∂sseren Pilzgruppen Ausschau halten. Den Maronenr√∂hrling, geschmacklich einer der wertvollsten Speisepilze, den flockenstieligen Hexenr√∂hrling oder den violetten R√∂telritterling findet man in Laub- und Nadelw√§ldern. Der echte Pfifferling, auch Eierschwamm genannt, mag eher moosigen Boden und Nadelw√§lder, wo man auch Champignons-Arten findet.

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WAS MAN BEACHTEN SOLLTE

10 Tipps rum ums Pilze sammeln

In der Schweiz gelten kantonal geregelte Pilzsammelbestimmungen. Im Allgemeinen gilt, dass in Natur- und Pflanzenschutzgebieten keine Pilze gesammelt werden d√ľrfen. Im Kanton Bern beispielsweise gilt eine Mengenbegrenzung von 2 Kilogramm pro Person und Tag. Informationen √ľber die Bestimmungen in den Kantonen: www.vapko.ch

  1. Zum Sammeln einen Weiden- oder Spankorb benutzen oder allenfalls eine Stofftasche. Plastiksäcke sind nicht geeignet, weil die Pilze dann rasch schimmeln und ungeniessbar werden.
  2. Pilze sorgfältig aus dem Boden drehen, ohne die Basis des Stils zu verletzen. Das entstandene loch zu decken, damit das Pilzgewebe keinen Schaden nimmt.
  3. Mit einem Messer können die Pilze geputzt und Schadstellen weggeschnitten werden.
  4. Keine unbekannten Arten sammeln. Wer unsicher ist, verpackt die Pilze nach Art getrennt in Zeitungspapier und bringt sie zur Pilzkontrollstelle.
  5. Wenn man nicht absolut sattelfest ist, ist der Gang zur örtlichen Pilzkontrolleur Pflicht.
  6. Ganz junge oder alte Pilze, sowie madige von Ungeziefer angefressene Exemplare, die als Speisepilze wertlos sind, stehen lassen.
  7. Im Wald wegen der Zeckengefahr lange Kleidung empfohlen.
  8. Pilze schmecken frisch am besten. Allerdings sollten sie nicht roh verzehrt werden.
  9. Die Pilze nicht waschen, sondern mit einer weichen B√ľrste, einem K√ľchenpinsel oder mit K√ľchenpapier putzen.
  10. Zum Haltbarmachen lassen sich Pilze an einem warmen Ofen oder im Dörrgerät trocknen. Auch hier gilt: vor dem Trocknen die Pilze nicht waschen. Pilze können auch eingemacht und im Glas konserviert werden.
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